Website selber machen oder machen lassen? Ehrlicher Vergleich 2026 – TNA Media
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Website selber machen oder
machen lassen? Der ehrliche Vergleich.

April 2026 7 Min. Lesezeit TNA Media

Du hast dich entschieden: Dein Betrieb braucht eine Website. Jetzt kommt die nächste Frage — und die meisten bleiben genau hier stecken: Selber machen? Oder machen lassen? Beide Seiten haben gute Argumente. Und beide verschweigen gerne die Nachteile. Dieser Artikel macht das nicht.

Selber machen: Was dafür spricht

Fangen wir fair an. Es gibt gute Gründe, eine Website selbst zu bauen:

  • Du sparst Geld — zumindest auf dem Papier. Ein Baukasten wie Jimdo oder Wix kostet 10–30 € im Monat.
  • Du hast die volle Kontrolle — du änderst, was du willst, wann du willst.
  • Du lernst was dabei — wenn du technisch interessiert bist, kann es sogar Spaß machen.
  • Für manche reicht es völlig aus — wenn du eine einfache Visitenkarten-Seite brauchst und die Zeit hast.

Selber machen: Was dagegen spricht

Deine Zeit ist nicht kostenlos

Du brauchst realistisch 20–40 Stunden, um mit einem Baukasten eine halbwegs vernünftige Website zu bauen. Texte schreiben, Bilder suchen, Design anpassen, Impressum erstellen, Datenschutz klären, Cookie-Banner einrichten, mobile Ansicht prüfen, testen, korrigieren, nochmal testen.

Wenn deine Arbeitsstunde 40–60 € wert ist — dann kostet dich die „kostenlose" Baukasten-Website 800–2.400 € an verlorener Arbeitszeit. Plus das Abo läuft weiter.

Du bist kein Texter

Die Texte auf deiner Website entscheiden darüber, ob ein Besucher anruft oder wegklickt. „Wir bieten professionelle Malerarbeiten in hoher Qualität" steht auf tausend Websites und überzeugt niemanden. Gute Texte klingen einfach — sind aber schwer zu schreiben.

Du bist kein Jurist

Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner, barrierefreier Zugang (ab 2025 Pflicht für viele Websites) — das muss alles stimmen. Bei Fehlern drohen Abmahnungen. Das klingt übertrieben, passiert aber regelmäßig bei kleinen Betrieben, die es nicht besser wussten.

Du bist kein SEO-Experte

Eine Website, die niemand findet, bringt nichts. Damit Google dich anzeigt, braucht es die richtigen Keywords, saubere Technik, schnelle Ladezeiten und strukturierte Inhalte. Das macht ein Baukasten nicht automatisch für dich.


Machen lassen: Was dafür spricht

  • Du sparst Zeit — viel Zeit. Statt 20–40 Stunden lieferst du ein paar Infos und Fotos. Dein Zeitaufwand: 2–3 Stunden.
  • Ergebnis ist professionell. Design, Texte, Technik, Recht — alles aus einem Guss.
  • Du hast einen Ansprechpartner. Wenn etwas nicht funktioniert, rufst du an.
  • SEO und Recht sind inklusive. Deine Website wird eingerichtet, damit Google sie findet — und du rechtlich auf der sicheren Seite bist.

Machen lassen: Was dagegen spricht

  • Es kostet Geld. Eine professionelle Website liegt zwischen 1.000 und 3.000 €. Aber eine Investition, die dir 2–3 zusätzliche Kunden im Monat bringt, rechnet sich schnell.
  • Du bist abhängig. Wenn du etwas ändern willst, musst du den Dienstleister fragen. Bei guten Anbietern geht das schnell — achte darauf, wie der Support geregelt ist.
  • Nicht jeder Anbieter ist gut. Frag nach Referenzen, schau dir fertige Websites an und achte darauf, ob der Anbieter deine Branche versteht.

Der ehrliche Vergleich

KriteriumSelber machenMachen lassen
Geld-Kosten120–480 €/Jahr1.000–3.000 € einmalig
Zeit-Kosten20–40 Stunden2–3 Stunden
Design-QualitätTemplate, oft generischProfessionell, zugeschnitten
TexteSchreibst du selbstVom Profi geschrieben
SEOMinimalEingerichtet & optimiert
RechtDein RisikoInklusive
Bis online2–6 Wochen3–7 Tage

5 Fragen, die dir bei der Entscheidung helfen

Wenn du 3 oder mehr mit „Nein" beantwortest, ist selber machen wahrscheinlich nicht der richtige Weg für dich.

  • Hast du 20–40 Stunden Zeit in den nächsten 4 Wochen — nicht theoretisch, wirklich im Kalender?
  • Kannst du Texte schreiben, die andere so überzeugen, dass ein Fremder zum Hörer greift?
  • Kennst du dich mit Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner aus?
  • Weißt du, was SEO ist und wie du dafür optimierst?
  • Hast du Lust, dich auch in 6 Monaten noch um Updates und Wartung zu kümmern?
Die Frage, die wirklich entscheidet

Es ist nicht „Was ist billiger?" Die Frage ist: Was ist deine Zeit wert — und wo willst du sie verbringen? Für die meisten lokalen Betriebe ist die Antwort: Sie wollen eine Website die funktioniert — und sich dann wieder auf ihre Arbeit konzentrieren. Ohne Technik-Stress, ohne Lernkurve.

Nicht sicher, was für dich passt?
Ruf kurz an. Ehrliche Antwort.

Manchmal ist die Antwort: „Fang mit einem Baukasten an, das reicht für den Anfang." Manchmal: „Lass es machen, deine Zeit ist woanders besser investiert." Was ich nie sage: „Du musst unbedingt bei mir buchen."

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